Höhepunkte der Gartenkunst in Sachsen-Anhalt

Seit vielen Jahrhunderten prägen prächtige Barockgärten, eindrucksvolle Landschaftsparks und verträumte Gärten das Kulturerbe Sachsen-Anhalts. Die botanische Vielfalt macht die beschauliche Region im Herzen Deutschlands zu einem gefragten und viel besuchten Reiseziel für Natur- und Gartenfreunde aus aller Welt.
Die Anfänge der Gartenkunst liegen bereits im 18. Jh., als der Adel seine vornehmen Landsitze und Herrenhäuser mit den ersten barocken Lustgärten schmückte. Ihren Höhepunkt findet sie im Gartenreich Dessau-Wörlitz. Inspiriert von den Ideen der Aufklärung entstanden eine Vielzahl von Schlössern, Gärten und Landschaftsparks, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
Die wertvolle Tradition der Gartenarchitektur ist in Sachsen-Anhalt bis heute lebendig geblieben und findet ihren Ausdruck in den gepflegten Volksgärten und Stadtparks.
Begleiten Sie die Gärtnermeisterin Gudrun Esser auf eine abwechslungsreiche Zeitreise durch drei Jahrhunderte Gartenkunst!



1. Tag Köln – Osterburg – Stendal

Fahrt im modernen Reisebus von Köln über Hannover nach Osterburg in der Altmark (Vorübernachtung in Köln auf Anfrage). Am Rande der einstigen Hansestadt liegt das neugotische Schloss Krumke.
Bei einem Spaziergang erkunden Sie am Nachmittag den malerischen Landschaftspark, der das Schloss umgibt. Bis heute erinnern der Tempel der Fortuna und zahlreiche Sandsteinskulpturen an den barocken Ursprung des Gartens. Aus dieser Zeit stammt auch eine 400 Jahre alte Buchsbaumhecke.
Danach werden Sie im Herrenhaus Krevese erwartet. Die Geschichte des ehemaligen Klosters ist eng mit dem Namen der Familie von Bismarck verbunden. Nach einem Rundgang durch die historischen Teile des heute privat genutzten Gebäudes besichtigen Sie die romanische Klosterkirche.
Am Abend Ankunft in Stendal und Zimmerbezug für 2 Übernachtungen. Mit einem gemeinsamen Abendessen klingt der Tag aus.

 

2. Tag Gärten an Tanger und Elbe

Am Vormittag erkunden Sie bei einem gemeinsamen Rundgang das historische Zentrum von Tangermünde. Das an der Mündung der Tanger in die Elbe liegende Städtchen hat sich sein mittelalterlich anmutendes Stadtbild bis heute bewahrt. Viele Gebäude im Stil der Backsteingotik erinnern an die Blüte der Stadt zur Zeit der Hanse.
Nächstes Ziel ist der nahegelegene Gutspark Briest, den ein im 19. Jh. im Stil der Spätrenaissance erbautes Herrenhaus umgibt. Das sehenswerte Ensemble aus verschiedenen Gebäuden und Landschaftspark bildet den ältesten Stammsitz der Familie von Bismarck. Der von Gartenbaudirektor Schaumburg entworfene Park verbindet Elemente der französischen und englischen Landschaftsarchitektur.
Bei einer eingehenden Führung erhalten Sie einen Einblick in die Geschichte des Gutshauses und das enorme Engagement der Familie zur Erhaltung der Anlage und des großen Gartens. Anschließend werden Sie im historischen Brauhaus zu einem kleinen Mittagsimbiss erwartet.
Am Nachmittag fahren Sie weiter nach Tangerhütte. Der Name der Stadt stammt aus dem 19. Jh. und erinnert an die wirtschaftliche Bedeutung der Eisenhütte. Der erfolgreiche Eisenfabrikant Franz Wagenführ ließ ab 1873 an seinem Familienwohnsitz einen weitläufigen Landschaftspark anlegen.
Bei einem Spaziergang erkunden Sie den idyllischen Stadtpark und sehen einen künstlichen Wasserfall, das Mausoleum und einen Kunstgusspavillon. Prachtvoll erstrahlt die Fassade des Neuen Schlosses.
Rückfahrt nach Stendal und gemeinsames Abendessen im Hotelrestaurant.

 

3. Tag Haldensleben – Magdeburg

Zum Auftakt des Tages besuchen Sie am Vormittag den Barockgarten von Schloss Hundisburg, der zusammen mit dem sich anschließenden Landschaftspark ein eindrucksvolles Gesamtensemble bildet. Als einer der ältesten klassisch-französischen Gärten in Deutschland besitzt der Park eine überregionale kunsthistorische Bedeutung. Lassen Sie sich von der Pracht der barocken Gartenanlage sowie der Schönheit und der botanischen Vielfalt des Parks mit seinen über 150 einheimischen und fremdländischen Gehölzarten begeistern!
Im nahegelegen Haldensleben werden Sie anschließend im Café Einhorn erwartet. Mit viel Engagement und ehrenamtlicher Hilfe entstand mitten in der Stadt ein „Weißer Garten“. Auf dem liebevoll gepflegten Areal wachsen und gedeihen mehr als 20 verschiedene, weiße Rosen und viele weitere weißblühende Pflanzen. Nach einer Führung durch den Garten genießen Sie eine gemütliche Mittagspause bei Kaffee, Tee und frisch gebackenem Kuchen.
Am Nachmittag fahren Sie weiter in die Landeshauptstadt Magdeburg. Bei einem gemeinsamen Rundgang entdecken Sie den Magdeburger Elbauenpark. Der zur Bundesgartenschau im Jahr 1999 eröffnete Park verbindet abwechslungsreich gestaltete Gartenarchitektur mit der Schönheit der naturbelassenen Elbauenlandschaft. Vom Jahrtausendturm bietet sich eine herrliche Aussicht auf das mehr als 90 Hektar große Gelände.
Nur wenige Kilometer weiter liegt inmitten des Herrenkrugparks das traditionsreiche Parkhotel Herrenkrug. Die ältesten Teile des Hauses stammen aus der Zeit des Jugendstils und stehen unter Denkmalschutz. Nachdem Sie Ihr Zimmer bezogen haben, klingt der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen aus.

 

4. Tag Magdeburg – Wörlitz

Nach dem Frühstück fahren Sie ins Zentrum von Magdeburg. Erstes Ziel ist der Klosterbergegarten, der bereits im frühen 19. Jh. entstand und ein bedeutendes Erbe öffentlich-städtischer Gartenkultur darstellt. Die ursprüngliche Gestaltung erfolgte durch den berühmten General-Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten Peter Joseph Lenné.
Am Rande des Gartens befinden sich die Gruson-Gewächshäuser, deren einmalige Sammlung exotischer Pflanzen Sie im Rahmen einer exklusiven Führung außerhalb der normalen Öffnungszeiten entdecken. Lassen Sie sich von der Vielfalt der tropischen und subtropischen Vegetation faszinieren!
Bei einem Rundgang durch das historische Zentrum von Magdeburg besuchen Sie den mittelalterlichen Dom, der die Silhouette der Stadt weithin sichtbar dominiert. Gleich nebenan liegt der Garten der Möllenvogtei, der sich seit dem Mittelalter kaum verändert hat. Vorbei am Kloster Unser Lieben Frau (Außenbesichtigung) führt der Weg zur Grünen Zitadelle. Das letzte Werk des Künstlers Friedensreich Hundertwasser ist ein Höhepunkt zeitgenössischer Architektur.
Von Magdeburg führt Sie Ihre Reise weiter in das Gartenreich Dessau-Wörlitz zum Schloss Luisium, dem privaten Refugium der Fürstin Louise (Außenbesichtigung). Das idyllisch gelegene Landhaus ist von einem zauberhaften englischen Landschaftsgarten umgeben. Bei einem Spaziergang ergeben sich immer wieder schöne Ausblicke und Sie sehen zahlreiche Gartenarchitekturen wie das „Schlangenhaus“, die Orangerie und die Torhäuser.
Am Abend erreichen Sie das nahe gelegene Städtchen Wörlitz, Ihr Standort für die verbleibenden 3 Nächte. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

 

5. Tag Die Gartenanlagen von Wörlitz

Einen ganzen Tag widmen Sie der ausführlichen Erkundung der Wörlitzer Gartenanlagen. Der weitläufige Park entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s und gilt als bedeutendes Beispiel der Aufklärung in Deutschland. In bis daher nie gekannter Harmonie vereinigen sich hier Gartengestaltung und Architektur zu einem einmaligen Gesamtkunstwerk. Als Teil des Gartenreichs Dessau-Görlitz gehört der Wörlitzer Park seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Zum Auftakt besuchen Sie am Vormittag Schloss Wörlitz, ein für die damalige Zeit wegweisendes Bauwerk, das den Klassizismus in Deutschland begründete. Bei einer Führung besichtigen Sie die reiche Innenausstattung mit antiken Plastiken und wertvollen Gemälden.
Ein Spaziergang führt weiter durch den Schlosspark zum Gotischen Haus, eines der frühesten und besterhaltenen neugotischen Bauwerke auf dem europäischen Festland. Das als Wohnung für den Hofgärtner konzipierte Gebäude wurde später zunehmend zum privaten Domizil des Fürsten, das auch seine private Kunstsammlung beherbergt.
Am östlichen Ausläufer des Wörlitzer Sees liegt die Insel Stein mit der Villa Hamilton. Entstanden als Erinnerung an eine Reise nach Neapel, entführen die klassizistische Villa, die Nachbildung des Vesuvs und ein antikisierendes Theater ihre Besucher in den sonnigen Süden Italiens.
Mit einer Gondelfahrt über den Wörlitzer See und durch einige der zahlreichen Kanäle klingt Ihr Besichtigungsprogramm aus. Erleben Sie die Gartenwelt aus einer anderen Perspektive und genießen Sie die Stille und Schönheit der Natur!
Anschließend Freizeit für individuelle Entdeckungen. Zum Abendessen werden Sie im Hotelrestaurant erwartet.

 

6. Tag Im Gartenreich Dessau-Wörlitz

Erstes Ziel Ihres Ausflugs ist das Schloss Mosigkau, das zusammen mit seinem Park zu den letzten weitgehend erhaltenen Rokokoensembles in Mitteldeutschland zählt. Nach der Besichtigung des Schlosses spazieren Sie durch die reizvolle Parkanlage, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet wurde und heute die Merkmale unterschiedlicher Gartenstile erkennen lässt.
Durch die Mosigkauer Heide fahren Sie weiter zum Gutspark Altjeßnitz, der idyllisch in der Auenlandschaft der Mulde liegt. Im Zentrum des beschaulichen Landschaftsparks befindet sich der größte und älteste barocke Irrgarten Deutschlands. Verschlungene Wege führen durch zwei Meter hohe Hainbuchenhecken zu einer Plattform im Zentrum. Von hier aus lässt sich der gesamte Garten überblicken.
Am Nachmittag besuchen Sie Schloss Oranienbaum im Biosphärenreservat Mittelelbe. Die Sommerresidenz der Fürstin Henriette Catharina von Oranien-Nassau ist ein eindrucksvolles Beispiel niederländischer Barockarchitektur. Nach einer Führung durch das Schloss entdecken Sie den herrlichen Schlosspark. Besonders sehenswert ist der englisch-chinesische Garten mit einem Teehaus und einer fünfgeschossigen Pagode. Schloss Oranienbaum beherbergt zudem eine große Sammlung von Zitruspflanzen, die in der kalten Jahreszeit in der längsten Orangerie Europas überwintern.
Mit einem gemeinsamen Abendessen in Ihrem Hotel in Wörlitz klingt der Tag aus.

 

7. Tag Wörlitz – Sangerhausen – Köln

Auf Ihrem Rückweg ins Rheinland besuchen Sie am Vormittag das Europa-Rosarium Sangerhausen. Der im Jahr 1903 von Botanikern und Rosenfreunden angelegte Garten umfasst heute mehr als 8600 Rosensorten. Die üppigen Parkanlagen mit Pavillons und malerischen Teichen sind ein einmaliges Erlebnis für alle Sinne.
Nach einem ausführlichen Rundgang mit fachlicher Führung und einer letzten, individuellen Mittagspause beginnt die Heimreise nach Köln.

 

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